Richtfest im Hospital-Quartier: Neubau der Lebenshilfe Heidelberg nimmt Gestalt an
Auf dem ehemaligen Hospital-Gelände hat die Lebenshilfe Heidelberg das Richtfest für ihren Neubau gefeiert. Rund sechs Monate nach dem Spatenstich wurde damit ein weiterer wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Fertigstellung erreicht. Der Neubau wird künftig Menschen mit besonders hohem Unterstützungsbedarf optimale Räumlichkeiten bieten und gleichzeitig die Offenen Hilfen sowie zentrale Verwaltungsbereiche beherbergen.
177 Tage nach dem Spatenstich
„Es ist gerade einmal 177 Tage her, da haben wir hier auf einem matschigen Gelände den ersten Spatenstich gefeiert“, erinnerte sich Wolfgang Thon, Leiter der Heidelberger Werkstätten und Vorstand der Lebenshilfe Heidelberg, in seiner Ansprache an den Baubeginn. Er begrüßte – auch im Namen des ebenfalls anwesenden Vorstandskollegen Winfried Monz – unter anderem Siegbert Moraw von der Stiftung Lebenshilfe Heidelberg, die Eigentümerin des Grundstückes ist, das Projekt seit vielen Jahren begleitet und das Gelände langfristig zur Verfügung stellt. Ebenso richtete Wolfgang Thon seinen Dank an die anwesenden Organisatoren und Teams der Lebenshilfe Heidelberg sowie alle beteiligten Handwerksbetriebe auf der Baustelle.
Planung, Bau und Zusammenarbeit
Ein besonderer Dank galt den Architektinnen und Architekten des Büros ap88, die das Projekt seit der frühen Planungsphase betreut und die komplexen Abstimmungsprozesse zwischen Förderanforderungen, Nutzungskonzept und baulicher Umsetzung über viele Jahre hinweg entwickelt und begleitet haben. Ebenso wurde die Leistung der beteiligten Fachplaner gewürdigt.
Die Rohbauarbeiten wurden von der A. Altenbach GmbH umgesetzt und konnten in kurzer Zeit sowie ohne Zwischenfälle abgeschlossen werden. Weitere Bauphasen, insbesondere der Holzbau, befinden sich bereits in Vorbereitung und werden die Konstruktion in den kommenden Monaten weiter prägen.
Worte zum Richtfest
Den traditionellen Richtspruch sprach Andreas Scheuermann, der gemeinsam mit weiteren Vertretern und Handwerkern der Firma Altenbach vor Ort war. Er erinnerte damit an den Brauch des Richtfests als Moment des Dankes an alle am Bau Beteiligten:
Mit Gunst und Verlaub!
Es ist ein guter, alter Brauch
des Hauses Richtfest zu begehen.
Das meint der Bauherr sicher auch
und alle Leute, die hier stehen.
Hiermit grüß’ ich alle Gäste,
seid willkommen bei diesem Feste!
Der Richtkranz am Kran da oben,
soll alle Bauhandwerker loben.
Für diese Leute stehe ich heut' hier
stellvertretend der Bauleiter und sein Polier.
Ihr Handwerker hier alle,
seid gut behütet in jedem Falle.
Der Himmel gebe seinen Segen,
euch allen hier auf allen Wegen.
Ausblick auf neue Räume
Die Fertigstellung des Gebäudes ist für Sommer 2027 vorgesehen. Mit 26 Plätzen in Fördergruppen für Menschen mit besonders hohem Unterstützungsbedarf sowie der künftigen Zusammenführung verschiedener Bereiche der Lebenshilfe Heidelberg wächst bis dahin Schritt für Schritt ein Gebäude heran, das neue Räume schafft und die Weiterentwicklung inklusiver Strukturen in Heidelberg sichtbar macht.
Die Lebenshilfe Heidelberg investiert rund 7,5 Millionen Euro in das Projekt. Die Refinanzierung erfolgt über das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg, welches das Vorhaben mit rund einer Million Euro fördert, über die Eingliederungshilfe sowie zu einem beträchtlichen Anteil aus Eigenmitteln des Vereins.

