„So lange es geht, mache ich es“

Birgit Lausch feierte ihr 40. Jubiläum als Klientin der Heidelberger Werkstätten

15 Jubilarinnen und Jubilare, die bereits seit 35 oder mehr Jahren bei den Heidelberger Werkstätten arbeiten, wurden mit einem gemeinsamen Essen in einem Restaurant in Oftersheim für ihre langjährige Mitarbeit geehrt.

Eine davon ist Birgit Lausch, die in Schwetzingen lebt und seit 40 Jahren in unterschiedlichen Bereichen an verschiedenen Standorten arbeitet. Angefangen hatte sie 1983 im Arbeitstrainingsbereich in Heidelberg. In diesem Vorläufer zum heutigen Berufsbildungsbereich (BBB) konnte sie verschiedene Tätigkeiten ausprobieren. „In Heidelberg habe ich dann zuerst in der Konfektion gearbeitet. Am besten gefallen im Arbeitstraining hat es mir aber in der Küche und es war super, dass es dann mit einem Einsatz dort geklappt hat, nachdem ich wegen der einfacheren Anreise mit dem Bus nach Sandhausen gewechselt hatte“, erzählt die 64-Jährige.

Neuer Standort, neue Tätigkeit

Als dann der Standort in Hockenheim eröffnete, wechselte Birgit Lausch ein weiteres Mal, denn dieser lag noch näher am Wohnort. „Hier war in der Küche ein bisschen zu viel Trubel für mich, und ich habe dann wieder in der Konfektion und auch in der Elektroabteilung gearbeitet. Das hat viel Spaß gemacht, da ich direkt sehr gut mit den Kollegen zurechtgekommen bin. Dann wurde mir in einem weiteren Schritt angeboten, in der Zentrale die Annahme des Telefons und das Austragen der Post im Haus zu übernehmen. Das war wirklich spannend und ich habe viel dabei gelernt“, freut sich die Jubilarin.

In den Werkstattrat gewählt

In Hockenheim kandidierte Birgit Lausch dann auch für den Werkstattrat, in den sie direkt gewählt wurde. In dieser Funktion vertrat sie die Interessen der anderen Klientinnen und Klienten – von Angelegenheiten rund um die Arbeitszeiten und den Lohn bis hin zu Fragen bezüglich der Weihnachts- und Osterfeiern oder der Auswahl an angebotenen Seminaren.

Ein weiterer Standortwechsel stand dann 2019 an, als die Heidelberger Werkstätten ihren neuen Standort in Oftersheim eröffneten. Birgit Lausch war von Beginn an dabei und fühlt sich an dem kleineren Standort wohl. Trotz einiger Umstellungen, etwa dass die Lage etwas abgeschiedener ist und dass es keinen Supermarkt in der Nähe gibt, gefällt ihr vor allem die offene Struktur am Standort. Da es keine geschlossenen Gruppenräume gibt, ergeben sich viele Gelegenheiten zum Miteinander und zum Austausch mit allen anderen. Eingesetzt ist sie in Oftersheim in der Elektromontage und hat darüber hinaus schon an einer Reihe arbeitsbegleitender Maßnahmen teilgenommen.  

Rente in Sicht und noch viel vor

Hinter Birgit Lausch liegt also, wie auch hinter den anderen Jubilarinnen und Jubilaren, die mit dem Essen gewürdigt wurden, ein langes Arbeitsleben mit sehr vielfältigen Erfahrungen. Nach all dieser Zeit ist nun auch bei Birgit Lausch die Rente nicht mehr weit. „Eigentlich möchte ich gerne in der Werkstatt bleiben. So lange es geht, mache ich es, da mir bestimmt die Kollegen fehlen werden“, so die 64-jährige. Aber auch auf andere Aktivitäten ist sie eingestellt. Mit ihrer Schwester hat sie schon mehrfach tolle Reisen gemacht, die sie sogar bis nach Namibia und Ägypten brachten, sie beschäftigt sich gerne mit „Malen nach Zahlen“, geht jeden Sonntag in den Schlosspark in Schwetzingen und trifft sich regelmäßig mit einer Freundin, die sie während ihrer Zeit in der Hockenheimer Werkstatt kennengelernt hat, und die bereits in Rente ist“. Es wird also bestimmt so oder so nicht langweilig werden.

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