Ein Tag voller Begegnungen und Einblicke

Tag der offenen Tür machte Teilhabe im Arbeitsalltag sichtbar

Viele Menschen kennen Werkstätten für Menschen mit Behinderung dem Namen nach – doch erst beim direkten Besuch zeigt sich, wie vielfältig der Alltag und die Arbeit vor Ort tatsächlich sind. Am Sonntag, 14. Juni, öffneten die Heidelberger Werkstätten von 11 bis 17 Uhr am Standort in der Freiburger Straße 2 ihre Türen für zahlreiche Besucherinnen und Besucher. Insgesamt kamen über den Tag verteilt rund 350 Gäste vorbei, um sich ein eigenes Bild von der Einrichtung und ihren Angeboten zu machen.

Begrüßung und Auftakt

Zum Auftakt begrüßte Wolfgang Thon, Leiter der Heidelberger Werkstätten, die zahlreichen Gäste und lud sie dazu ein, die Einrichtung näher kennenzulernen, hinter die Kulissen zu blicken und mit Beschäftigten sowie Mitarbeitenden ins Gespräch zu kommen.

Anschließend überbrachten Dr. Stefanie Köb, Aufsichtsratsvorsitzende der Lebenshilfe Heidelberg, und Prof. Dr. Theo Klauß als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender die Grüße des Gremiums. In ihrem Grußwort hoben sie die besondere Rolle der Werkstätten hervor, die mehr seien als nur ein Arbeitsplatz – vielmehr Orte der Begegnung, der Kreativität und des gemeinsamen Miteinanders. Zudem betonten sie den gesellschaftlichen Auftrag der Lebenshilfe und der Werkstätten. Die Besucherinnen und Besucher würden an diesem Tag einen Ort kennenlernen, an dem es vor allem darum gehe, Menschenrechte zu verwirklichen.

Einblicke in die Werkstattarbeit

Die Worte blieben nicht Theorie: Bei den anschließenden Führungen durch die Werkstatt konnten die Gäste selbst erleben, wie vielfältig die Tätigkeitsbereiche der Heidelberger Werkstätten sind. Ergänzend informierten Infostände über einzelne Angebote und Arbeitsfelder. Großes Interesse weckte zudem der Stand mit Produkten der hausinternen Nähgruppe „lebensART“, die mit viel handwerklichem Geschick bunte und kreative Stoffprodukte anfertigt.

Drei Familien bekundeten direkt Ort Interesse an einem Platz in den Fördergruppen. Der Neubau, der aktuell am Entstehen ist, wird bei der Eröffnung voraussichtlich mit Vollbelegung starten. 

Musik und Mitmachangebote

Auch das Rahmenprogramm sorgte für eine offene und lebendige Atmosphäre auf dem Gelände. Musikalisch begleiteten die Groove Guys mit Saxophon und Gitarre den Tag. Besonders viel Applaus erhielten die Beiträge aus der Werkstatt selbst: Roland Schiefer auf der Panflöte, Johannes Schrenk an der Drehorgel sowie die Tanzgruppe sorgten für abwechslungsreiche und stimmungsvolle Auftritte.

Für Kinder und Familien gab es zahlreiche Mitmachangebote – von Hüpfburg und Kinderschminken über Maltisch und Fotobox bis hin zu Spielen wie Glücksrad und „Heißer Draht“. Die Angebote wurden gut genutzt und trugen zur familiären Atmosphäre des Tages bei.

Kulinarische Vielfalt

Auch das kulinarische Angebot ließ keine Wünsche offen: Mitarbeitende der Werkstatt übernahmen die Bewirtung am Getränkewagen, ergänzt durch verschiedene Foodtrucks wie „Barbaras Küche“, „Pizza Emozioni“ und „La Alegria“. Kaffee vom Coffee Bike sowie Kuchen vom Park-Café Leimen rundeten das Angebot ab.

Insgesamt bot der Tag nicht nur Einblicke in die Arbeitswelt der Heidelberger Werkstätten, sondern stellte vor allem Begegnungen in den Mittelpunkt – zwischen Beschäftigten, Mitarbeitenden, Angehörigen und Gästen aus der Nachbarschaft.

Viele bunte Impressionen von dem schönen Event gibt es hier in der Bildergalerie

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