Ehrenamtliches Engagement: „Ich mache es einfach“

Monika Kinze bastelt seit elf Jahren mit den Pusteblume-Kindern

„Das ist keine Arbeit für mich, es ist einfach mein Leben. Ich mache es einfach“. So fasst Monika Kinze in ihrer bescheidenen Art die nunmehr elf Jahre zusammen, in denen sie schon in der Kleinen Pusteblume mit großem und sehr zuverlässigem Engagement einmal und manchmal sogar zweimal die Woche mit den Kindern auf ehrenamtlicher Basis kreative Ideen umsetzt.

In der Regel immer dienstags am Vormittag wird dabei mit Kindern aus verschiedenen Gruppen mit allerlei Materialien gebastelt. Darüber hinaus ist die 67-Jährige auch eine wichtige Stütze des alljährlichen Verkaufsstandes zu Gunsten der Kindergärten Pusteblume auf dem Rohrbacher Weihnachtsmarkt, den der Elternbeirat seit vielen Jahren organisiert. „Ihre Häkelfiguren, Schlüsselanhänger, Finger- und Handpuppen und vieles mehr finden immer reißenden Absatz und es ist wirklich beeindruckend, wie viele Utensilien Monika beisteuert. Es werden gefühlt sogar jedes Jahr noch mehr. Und als wäre das alles nicht schon genug, organisiert sie auch auf unseren großen Herbstfesten der Kindergärten Pusteblume alljährlich mit viel Elan das Herbstbasteln, und ebenso ist beim Frühlingsfest der Kleinen Pusteblume in jedem Jahr ein Bastelangebot von Monika dabei“, freut sich Heike Funk, die Leiterin der Kleinen Pusteblume.

Von Anfang an super gepasst

Bei den Kindern als „Bastel-Moni“ bekannt und beliebt, ist Monika Kinze, die bis zu ihrer Pensionierung vor drei Jahren als Pflegehelferin auf der Intensivstation arbeitete, aus dem Alltag in der Kleinen Pusteblume kaum noch wegzudenken.

Wie kam die Zusammenarbeit zustande? „Ich habe schon immer sehr gerne und sehr viel gebastelt. Und ganz früher war es eigentlich einmal mein Berufswunsch gewesen, Erzieherin zu werden, was sich aber leider nicht realisieren ließ. Ein Patenkind von mir hat in der Pusteblume ein Jahrespraktikum gemacht, und so kam die Idee auf, einfach anzufragen, ob eine Mitarbeit gewünscht ist. Und gleich vom ersten Tag an hat es super gepasst und es kam mir so vor, als ob ich schon immer hier gewesen wäre“, erzählt Monika Kinze.

Angebote machen und gemeinsam Neues entdecken

„Mit Kindern mit Behinderung hatte ich schon in der Jugend Kontakt, und somit auch keine Berührungsängste. Dennoch konnte auch ich selbst noch viel lernen von den Kindern“, berichtet die ehemalige Intensivhelferin. Besonders schön sei es gewesen zu sehen, wie unterstützend die Kinder miteinander umgehen, wenn jemand Hilfe benötigt, oder wenn einmal etwas nicht sofort auf Anhieb klappt. „Ich bin immer auf alles vorbereitet, bringe alle Materialien schon mit und bin von Natur aus ein wenig perfektionistisch“, erzählt Monika Kinze mit einem Schmunzeln. „Was ich über die Jahre gelernt habe, ist, es auch einfach einmal laufen zu lassen. Ich mache ein Angebot und dann schauen wir gemeinsam, was sich daraus ergibt. Um mit Kindern, die nicht sprechen können, zu kommunizieren, habe ich auch schon einige Gebärden gelernt. Und das Ergebnis ist meist toll.“

Großer Dank für herausragendes Engagement

„Das Engagement von Monika ist wirklich herausragend. Und auch wenn wir alle wissen, wie selbstverständlich es für sie selbst ist, sich so umfassend und zuverlässig und dauerhaft einzubringen, wissen wir hier in der Pusteblume alle, dass das keine Selbstverständlichkeit ist“, betont Heike Funk. Um den Dank des Kindergartens zum Ausdruck zu bringen, wurde Monika Kinze im vergangenen Jahr zum zehnjährigen Ehrenamts-Jubiläum im Morgenkreis mit allen Kindern der Kleinen Pusteblume geehrt und gefeiert. Bei einem Safari-Spiel zum Thema „König der Löwen“ hatten die vielen Kinder, mit denen sie schon gebastelt hat, Gelegenheit, ein wenig der Freude zurückzugeben, und sich gemeinsam mit ihr auf hoffentlich viele weitere tolle und kreative Stunden zu freuen.

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