Ausstellungseröffnung: Grenzen überwinden mit Kunst
Was sind Grenzen? Mit diesem sehr umfassenden und spannenden Thema beschäftigten sich die Künstlerinnen und Künstler der Lebenshilfe Heidelberg in diesem Jahr. Dabei herausgekommen sind eine Reihe individueller, farbenfroher, teils tiefgründiger und teils heiterer Kunstwerke, die das Thema von unterschiedlichen Seiten beleuchten und verarbeiten. Die vielfältigen Bilder sind nun in einer Werksschau in der Heidelberger Kanzlei Tiefenbacher zu bewundern, die mit einer feierlichen Vernissage eröffnet wurde.
Räume jenseits von Begrenzungen
„Es gibt viele verschiedene Arten von Grenzen – von persönlichen über gesellschaftliche bis hin zu gestalterischen Begrenzungen. Die in der Ausstellung gezeigten Werke sind das Resultat der Reflexion all dieser Aspekte: Sie erzählen von Überwindung, Erweiterung und Neubeginn sowie von Räumen jenseits von Begrenzungen“, berichtet die Diplom-Kunsttherapeutin Barbara Schmidt, die die Kunstgruppe lebensKUNST leitet.
Neben Dr. Johannes Bickel von Tiefenbacher, der gemeinsam mit Barbara Schmidt und Winfried Monz, Vorstand der Lebenshilfe Heidelberg, die Gäste begrüßte, waren auch viele der Künstlerinnen und Künstlern selbst, Mitarbeitende von Tiefenbacher sowie weitere Freunde, Angehörige und Vertreter der Lebenshilfe Heidelberg vor Ort, um die neuen Kunstwerke zu bewundern.
Was bedeuten Grenzen, was bedeutet es, ohne Grenzen zu sein? Hierzu hatten sich die Künstlerinnen und Künstler bereits das ganze Jahr über viele Gedanken gemacht. Ein Höhepunkt der Beschäftigung mit dem Themenkomplex war das inklusive Projekt „Grenzen“, das im Juni 2025 in Kooperation mit der Universität Oldenburg stattfand. Gemeinsam mit Studierenden der Hochschule erforschten die Künstlerinnen und Künstler der Lebenshilfe Heidelberg, wie Kunst Grenzen sichtbar macht und zugleich überwindet, um neue Möglichkeiten für Begegnungen und Perspektivwechsel zu eröffnen.
„Ein Zustand, der über das Gewohnte hinauswächst“
Auf der Vernissage stellten die Künstlerinnen und Künstler nicht nur ihre Werke vor, sondern erzählten auch von ihren Gedanken rund um das Thema. So zum Beispiel Nils Palm mit den folgenden schönen Worten:
„Grenzenlos – ein Zustand, in dem etwas über das Gewohnte hinauswächst. Es beschreibt den Moment, in dem das Denken, Fühlen oder Handeln keine Schranken mehr kennt, in dem sich Möglichkeiten öffnen, die zuvor verborgen schienen. Grenzenlos kann die Weite eines Himmels sein, der kein Ende nimmt, die Liebe zwischen zwei Menschen, die nichts trennen kann, oder die Kraft eines Menschen, der über sich selbst hinauswächst. Es ist ein poetisches Bild für das Überschreiten des Möglichen – greifbar im Erleben, aber niemals ganz festzuhalten.“
Vorstand Winfried Monz richtete sich an die Künstlerinnen und Künstler, um ihnen für die tolle Inspiration zu danken: „Für dieses Jahr hattet ihr euch das Thema ‚Grenzen‘ vorgenommen, und nun eröffnet ihr eine Ausstellung unter dem Thema ‚Grenzenlos‘ – da muss etwas passiert sein. Dass ihr nun grenzenlos ausstellt, das kann nur bedeuten, dass mit den Grenzen etwas geschehen ist, egal ob sie nun ignoriert, verändert oder bewegt wurden, oder einfach keine Angst mehr machen.“
Dank an Kanzlei Tiefenbacher
Neben dem Dank an alle Künstlerinnen und Künstler ging ein sehr herzlicher Dank von Winfried Monz im Namen der Lebenshilfe Heidelberg auch wieder an die Kanzlei Tiefenbacher, die die Kunstaktivitäten des Bereichs lebensKUNST schon seit vielen Jahren unterstützt. Durch die Öffnung ihrer Räumlichkeiten für regelmäßige Ausstellungen bietet sie den Künstlern mit Unterstützungsbedarf eine tolle Möglichkeit, ihr Schaffen in der Öffentlichkeit zu präsentieren und mit anderen Menschen darüber ins Gespräch zu kommen.
Die Ausstellung in den Räumen der Kanzlei (Im Breitspiel 9, 69126 Heidelberg) ist zu deren Geschäftszeiten noch bis Mitte Februar zu bewundern. Wer die Kunstwerke ansehen möchte, kann sich einfach am Empfang der Kanzlei melden. Die Adresse lautet: Im Breitspiel 9, 69126 Heidelberg.

