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„Die Welt mit meinen Augen“

  • Künstler der Lebenshilfe Heidelberg stellen in Kanzlei Tiefenbacher aus

Heidelberg, 18.10.2018. Die Werkschau "Die Welt mit meinen Augen" zeigt im Foyer der Heidelberger Rechtsanwaltskanzlei Tiefenbacher Arbeiten von Künstlern mit Behinderung, die im Bereich lebensKUNST der Lebenshilfe Heidelberg entstanden sind. Die Ausstellung umfasst die schönsten Bilder und Skulpturen, die im vergangenen Jahr geschaffen wurden. Mit einer feierlichen Vernissage wurde die Ausstellung am vergangenen Mittwoch eröffnet.

Ein Bild auf einer Staffelei, weiße Farbtupfer vor einem blauen Hintergrund, auf dem sich in hellerem Blau schemenhaft unterschiedliche Figuren abzeichnen. Was könnte das sein? „Was für den einen die Ruhe des Universums abbildet, stellt für den anderen ein Blitzgewitter dar“, erklärte Barbara Schmidt, Diplom-Kunsttherapeutin und zuständig für die kreative Arbeit im Bereich lebensKUNST. Tatsächlich handelt es sich bei dem Bild von Stephan Kayser, der in den Heidelberger Werkstätten der Lebenshilfe arbeitet, um eine Fotografie, mit der er bei einem Museumsbesuch einen mit Lichteffekten ausgeleuchteten Spiegelsaal eingefangen hat.

Anhand dieses Beispiels wurde den Besuchern der Vernissage schnell klar, was es mit dem Ausstellungstitel „Die Welt mit meinen Augen“ auf sich hat: Während ein bestimmtes Kunstwerk bei einem Betrachter Lebensfreude und Zuversicht auslöst, kann das gleiche Motiv – je nach Stimmungslage und persönlichen Assoziationen – auf einen anderen Menschen bedrohlich wirken oder ihn sogar melancholisch stimmen.

Begegnung mit den eigenen Gefühlen

Genau diese individuelle Sicht auf die eigene Umgebung stellt die diesjährige Ausstellung in der Kanzlei Tiefenbacher in den Mittelpunkt. Noch bis Ende Februar 2019 können sich die Besucher einen eigenen Eindruck davon machen, wie die Lebenshilfe-Künstler ihre Wirklichkeit wahrnehmen. „Wenn wir die Werke der Menschen mit Behinderung auf uns wirken lassen, ist dies immer auch eine Begegnung mit uns selbst und mit unseren eigenen Erfahrungen und Gefühlen“, so Barbara Schmidt.

Gerade für Menschen mit einer geistigen Behinderung ist die Kunst ein besonders spannender Weg, sich auszudrücken. Unter dem Titel lebensKUNST bietet die Lebenshilfe Heidelberg daher den Beschäftigten der Werkstätten in Heidelberg, Hockenheim und Sandhausen und den Bewohnern des Wohnverbundes unterschiedliche Kunstaktivitäten an. Hierbei steht nicht nur die Vermittlung der eigentlichen Fertigkeiten, sondern immer auch das grundlegende Erproben der eigenen Kreativität im Mittelpunkt.

Was man allen Bildern und Skulpturen ansehen kann, sind die Freude und die Energie, die in deren Entstehung geflossen sind. Viele der im vergangenen Jahr entstandenen Werke zeigen Motive aus Berlin. Inspiriert dazu wurden die Lebenshilfe-Künstler von einer Einladung in die Hauptstadt, wo sie Gelegenheit hatten, beim Parlamentarischen Abend der Lebenshilfe vor mehr als 250 hochkarätigen Gästen aus Politik und Gesellschaft ihre Bilder zu präsentieren.

Die Ausstellung kann im Gebäude der Kanzlei Tiefenbacher, Im Breitspiel 9, noch bis Ende Februar montags bis donnerstags von 8 bis 16:30 Uhr und freitags von 8 bis 15 Uhr bewundert werden. Wer sich auf die spannende Reise begeben möchte, die Welt durch die Augen der Künstler mit Behinderung zu sehen, kann sich einfach am Empfang der Kanzlei melden. Die Adresse lautet: Im Breitspiel 9, 69126 Heidelberg.

Pressekontakt:

Katrin Kanellos
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Lebenshilfe Heidelberg e.V.
Tel.: (06221) 339 23-13
E-Mail: katrin.kanellos@lebenshilfe-heidelberg.de

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