Start / Leichte Sprache / Lebenshilfe Heidelberg / So ist die Lebenshilfe entstanden

Wie ist die Lebenshilfe entstanden?

Die Lebenshilfe gibt es schon viele Jahre.

Eltern und Fachleute haben die Lebenshilfe gegründet.

Fachleute sind zum Beispiel Ärzte.

Die Lebenshilfe wurde 1958 gegründet.

Das ist mehr als 50 Jahre her.

Die Lebenshilfe wurde in Marburg gegründet.


Warum ist die Lebenshilfe entstanden?

Früher haben Menschen mit Behinderung oft in Heimen gewohnt.

Das wollten die Eltern nicht.

Die Eltern wollten, dass ihre Kinder zu Hause wohnen.

Sie gründeten Kindergärten.

Und Werkstätten.

Die Lebenshilfe sollte es überall in Deutschland geben.

In vielen Städten.

Auch in Heidelberg.


Die Lebenshilfe baut einen Kindergarten

Kinder mit Behinderung konnten früher nicht in den Kindergarten gehen.

Auch nicht in die Schule.

Die Lebenshilfe hat einen Kindergarten gegründet.

Und eine Schule.

Kinergarten und Schule waren erst in Kirchheim.

Dann im Handschuhsheimer Schlösschen.

In den Kindergarten und in die Schule konnten Kinder mit Behinderung gehen.

Erst waren 16 Kinder im Kindergarten.

Dann kamen immer mehr Kinder.

Die Lebenshilfe baute einen Kindergarten:

In der Freiburger Straße in Rohrbach.


Die Lebenshilfe baut eine Werkstatt

Menschen mit Behinderung konnten früher auch nicht arbeiten.

Die Lebenshilfe hat eine Werkstatt gebaut.

Hier können Menschen mit Behinderung arbeiten.

Am Anfang gab es nur einfache Arbeit.

Zum Beispiel Beipack-Zettel falten.

Dann kamen immer mehr Aufträge.

Die Aufträge kamen zum Teil von großen Firmen.

Die Werkstatt hat große Maschinen gekauft.

Immer mehr Menschen wollten in der Werkstatt arbeiten.

Darum hat die Lebenshilfe eine große Werkstatt gebaut:

Die Werkstatt in der Freiburger Straße in Heidelberg.


Die Lebenshilfe baut ein Wohnheim

Die Lebenshilfe hat noch ein Haus gebaut:

Ein Wohnheim.

Wer in der Werkstatt arbeitete, konnte im Wohnheim wohnen.

Das Wohnheim war in der Nähe von der Werkstatt.

Immer mehr Menschen wollten im Wohnheim wohnen.

Menschen mit Behinderung wohnten aber auch in eigenen Wohnungen.

Jeden Tag kam ein Betreuer in die Wohnung.


Was will die Lebenshilfe heute?

Menschen mit Behinderung sollen da sein, wo andere Menschen sind.

Das ist ein Ziel von der Lebenshilfe.

Im Kindergarten sind Kinder mit Behinderung.

Und Kinder ohne Behinderung.

Menschen mit Behinderung können in der Werkstatt arbeiten.

Oder da wo andere Menschen auch arbeiten.

In schwerer Sprache heißt das: auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.

Es gibt die Gartengruppe:

Mitarbeiter der Werkstatt arbeiten bei den Heidelberger Druckmaschinen.

Die Mitarbeiter mähen den Rasen.

Und schneiden die Hecken.

Mitarbeiter der Werkstatt arbeiten auch bei Ikea.

Die Mitarbeiter bauen dort Möbel auf.


Was ist heute anders als früher?

Es gibt einen Vertrag.

Den Vertrag haben alle Länder auf der Welt unterschrieben.

In schwerer Sprache heißt der Vertrag: Konvention.

In dem Vertrag steht:

Menschen mit Behinderung haben die gleichen Rechte wie alle anderen.

Menschen mit Behinderung sollen überall mitmachen können.

Betreuer sollen Menschen mit Behinderung helfen.

Diese Betreuer heißen Assistenten.

Die Assistenten sollen zu den Menschen mit Behinderung kommen.

Oder die Assistenten sollen in der Nähe sein.


Wie sind die Offenen Hilfen entstanden?

Bei der Lebenshilfe gibt es solche Assistenten.

Bei den Offenen Hilfen.

Menschen mit Behinderung können am Tag bei den Offenen Hilfen sein.

Oder über Nacht.

Menschen mit Behindrung können auch eine Woche lang bei den Offenen Hilfen sein.

Sie können mit den Offenen Hilfen Ausflüge machen.

Oder in den Urlaub fahren.


Alle Menschen sollen selbst entscheiden

Jeder Mensch soll leben können, wie er will.

Das will die Lebenshilfe.

Jeder Mensch sagt selbst, welche Hilfe er will.

Menschen mit Behinderung wissen selbst was sie wollen.