Start / Aktuelles / Pressemitteilungen

Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung vor Ort abdecken

  • Neubau eines Förder- und Betreuungsbereichs (FuB) für Menschen mit schwerer und mehrfacher Behinderung auf dem Konversionsgelände Hospital

Heidelberg, 20.03.2019. In den Förder- und Betreuungsbereichen (FuB) der Heidelberger Werkstätten der Lebenshilfe Heidelberg e.V. werden an den drei Standorten Hockenheim, Sandhausen und Heidelberg Menschen mit schwerer geistiger oder mehrfacher Behinderungen unterstützt und gefördert. Mit einem direkt an die Werkstatt in der Freiburger Straße angeschlossenen FuB-Neubau auf dem Konversionsgelände Hospital soll künftig der lokale Bedarf an Betreuungsplätzen bestmöglich direkt vor Ort in Heidelberg abgedeckt werden.

Laut der gemeinsamen Sozial- und Teilhabeplanung der Stadt Heidelberg und des Rhein-Neckar-Kreises werden im Einzugsgebiet der Stadt Heidelberg bis zum Jahr 2023 insgesamt 26 Förder- und Betreuungsplätze benötigt. In der Werkstatt in der Freiburger Straße können derzeit neun Interimsplätze angeboten werden. Da sich eine Erweiterung der Einrichtung bislang aufgrund eines Mangels an geeigneten Flächen oder Immobilien in der Nachbarschaft als schwierig erwies, besucht ein größerer Anteil der Menschen mit hohem Hilfebedarf aus dem städtischen Einzugsgebiet momentan den FuB in der Werkstatt in Sandhausen.

Die Möglichkeit eines Neubaus auf dem Konversionsgelände Hospital in unmittelbarer Nachbarschaft zum bestehenden Werkstattgebäude ist vor diesem Hintergrund ein großer Glücksfall für die Menschen mit schweren und mehrfachen Behinderungen. „Wir sind sehr glücklich, dass die Stadt Heidelberg uns auf dem Konversionsgelände die Möglichkeit eröffnet, für die von uns betreuten Menschen mit hohem Hilfebedarf ein örtlich und räumlich passendes Angebot zu schaffen, um deren Alltag zu erleichtern und zu bereichern“, so Thomas Diehl, Vorstand der Lebenshilfe Heidelberg.

Gemeinsam mit der Stadt Heidelberg plant die Lebenshilfe Heidelberg alle erforderlichen Schritte, um auf dem Hospital-Gelände eine Immobilie zu bauen, die den Bedürfnissen der Menschen mit schwerer und mehrfacher Behinderung in bestmöglicher Weise gerecht wird. Der Neubau soll nach dem aktuellen Stand der Planung einen direkten Übergang zum Werkstattgebäude in der Freiburger Straße haben. Dies schafft Synergien und erleichtert es den Menschen mit einer schweren Behinderung, ohne Hindernisse auch an Aktivitäten im regulären Werkstattbetrieb teilzunehmen. Damit wird auch eine Neuregelung aus dem Bundesteilhabegesetz forciert: Menschen aus dem Förder- und Betreuungsbereich können gemeinsam mit Werkstattbeschäftigten gefördert werden und so von der Teilhabe am Arbeitsleben partizipieren (arbeitsweltbezogener FuB).

Um eine enge Vernetzung zwischen dem neuen FuB und allen anderen gesellschaftlichen Akteuren im Quartier zu fördern, hat sich die Lebenshilfe Heidelberg zudem von Beginn an in alle Phasen der Bürgerbeteiligung zur Entwicklung der Konversionsfläche eingebracht. „Wir sehen in dem Neubau eine Bereicherung nicht nur für die von uns betreuten Menschen, sondern auch für die Vielfalt im gesamten Quartier“, betont Thomas Diehl.

Download als PDF

Pressekontakt:

Katrin Kanellos
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Lebenshilfe Heidelberg e.V.
Tel.: (06221) 339 23-13
E-Mail: katrin.kanellos@lebenshilfe-heidelberg.de