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„Ich bin froh, dass ich angenommen wurde“

Harald Dode feiert sein 50. Jubiläum als Mitarbeiter der Heidelberger Werkstätten

Als Harald Dode vor 50 Jahren seinen ersten Arbeitstag in der Lebenshilfe-Werkstatt in Heidelberg hatte, war er gerade einmal 14 Jahre alt. „Dass jemand schon so lange bei uns beschäftigt ist, ist etwas ganz Besonderes“, betont Ronald Wilken, der die Werkstatt in Sandhausen leitet, in der Harald Dode nach seinen Anfangsjahren in Heidelberg seit 1981 arbeitet.

„Damals war alles neu für mich, und ich war der Jüngste dort, als ich von der Schule in die Werkstatt kam“, erinnert sich der 64-Jährige Jubilar. 1971 gab es noch keinen Berufsbildungsbereich, und so ging es gleich an die Arbeit. Gelernt wurde dabei trotzdem viel, neben der Bedienung von Maschinen, vor allem im Metallbereich, stand zum Beispiel auch das Fahren eines Hubwagens auf dem Programm. Auch einen dreimonatigen Einsatz in einem externen Unternehmen probierte er aus, entschied sich dann aber doch wieder für den geschützten Rahmen der Werkstatt, in dem er sich wohler fühlte.

Immer mit eigenen Ideen eingebracht

„Harald Dode war schon immer als Erster mit dabei, wenn es etwas Neues oder etwas Schwierigeres zu erledigen gab. Hierbei beeindruckt es mich bis heute, dass er immer mitdenkt und sich dann oft auch selbst eigene technische Hilfsmittel baut, um die jeweilige Aufgabe besser erledigen zu können“, erklärt Willi Laier, der als Gruppenleiter in Sandhausen schon seit 30 Jahren mit ihm zusammenarbeitet. Auch mit dem heutigen Vorstand der Lebenshilfe Heidelberg verbindet Harald Dode eine schon jahrzehntelange Bekanntschaft. „Das erste Mal habe ich ihn schon Mitte der 70er Jahre während meines Zivildiensts getroffen, als wir viele gemeinsame Stunden bei Fahrten im LKW verbracht haben“, blickt Winfried Monz zurück.

An die eine oder andere – oft auch lustige – Anekdote erinnern sich auch viele andere, die Harald Dode in den vergangenen fünf Jahrzehnten kennengelernt und begleitet haben. „Neben seinem Fleiß zeichnete ihn auch schon immer aus, dass er viel Schabernack im Kopf hatte“, erzählt Ronald Wilken mit einem Schmunzeln. Gleichzeitig habe er aber auch immer für seine guten Leistungen, seinen Fleiß und seinen Elan bei der Arbeit viel Anerkennung bekommen. „Ich bin froh, dass es die Werkstatt gibt, und dass ich hier immer angenommen wurde. Auch wenn ich mal etwas ausgefressen hatte“, freut sich Harald Dode. 

Gute Zusammenarbeit bis zur wohlverdienten Rente

Stellvertretend für alle Kolleginnen und Kollegen überbrachte Wolfgang Thon, der Leiter der Heidelberger Werkstätten, dem Jubilar die Glückwünsche der ganzen Lebenshilfe Heidelberg. Zusätzlich dazu wurde das runde Jubiläum dann noch mit einem gemeinsamen Ausflug und einem Essen gebührend gefeiert, zu dem auch Harald Dodes Lebenspartnerin Theresa Schwarz eingeladen war. Die beiden hatten sich bereits mit Anfang Zwanzig kennengelernt, als auch sie anfing, in der Werkstatt in Heidelberg zu arbeiten. Seit dem Tod seiner Eltern leben beide nun zusammen bei seinem Bruder in Neidenstein bei Sinsheim. Als Selbstfahrer können sie – sehr zur Freude aller Beteiligten – dennoch weiter in der Werkstatt in Sandhausen arbeiten, obwohl diese eigentlich außerhalb des Einzugsgebiets liegt. Das soll auch auf jeden Fall noch so bleiben, bis dann in wenigen Jahren die wohlverdiente Rente ansteht.

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