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Experten in eigener Sache

Zwei Beschäftigte der Heidelberger Werkstätten für Qualifizierungsprojekt "Inklusive Bildung Baden-Württemberg" ausgewählt

Von über 40 Interessenten, die in unterschiedlichen Werkstätten für Menschen mit Behinderung arbeiten, haben es sechs geschafft: Als Teilnehmende am Projekt „Inklusive Bildung Baden-Württemberg“ beginnen sie im September eine dreijährige, modulare Vollzeitausbildung zur Bildungsfachkraft: Neben Anna Neff, Michael Gänßmantel, Thilo Krahnke und Thorsten Lihl, sind mit Helmuth Pflantzer und Hartmut Kabelitz auch zwei Beschäftigte der Heidelberger Werkstätten ausgewählt worden, die Qualifizierung zu durchlaufen. 

Ziel des Projektes der Johannes-Diakonie Mosbach, das in Kooperation mit dem Institut für Inklusive Bildung an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel durchgeführt wird, ist es, die Teilnehmer dazu zu befähigen, als Expertinnen und Experten in eigener Sache an Fach- und Hochschulen unterrichten zu können und angehenden Lehr-, Fach- und Leitungskräften die Lebenswelten, spezifischen Sichtweisen und Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung zu vermitteln.

Hartmut Kabelitz, Helmuth Pflanzer und deren vier Mitstreiter waren in einem mehrstufigen Verfahren ausgewählt worden. Bei der offiziellen Vorstellung der Teilnehmer am vergangenen Freitag in Mosbach berichteten sie über ihre Motivation, sich für das Ausbildungsprojekt zu bewerben. „Ich möchte gerne mit jungen Menschen arbeiten und als Brückenbauer zwischen der ,Welt der Behinderten‘ und der Nicht-Behinderten fungieren“, erklärte etwa Helmuth Pflantzer, der aktuell noch in der Werkstatt in Heidelberg an der Pforte arbeitet und durch seine Mitarbeit bei einfach-heidelberg.de, dem regionalen Nachrichtenportal in Leichter Sprache, bereits interessante Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Studenten sammeln konnte. Auch Hartmut Kabelitz ist vielseitig engagiert und ist neben seiner Tätigkeit in der Werkstatt unter anderem Mitglied des Heidelberger Beirats von Menschen mit Behinderung (bmb).

„Mit der Ausbildung zur Bildungsfachkraft werden erstmals Menschen mit Behinderung auf dem tertiären Bildungssektor tätig“, betonte Projektleiter Stephan Friebe von der Fachschule für Sozialwesen der Johannes-Diakonie auf der Veranstaltung. So werde Inklusion künftig nicht nur theoretisch vermittelt, sondern im Vermittlungsprozess direkt erfahrbar. Zugleich sollen die sechs Ausbildungsteilnehmenden nach Abschluss der Ausbildung eine dauerhafte Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt erhalten.

 

Helmuth Pflantzer.

 

Hartmut Kabelitz. 

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