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Bundeselternrat der Lebenshilfe tagte in Heidelberg

"Projekt Zukunft" vorgestellt und Stadt in Leichter Sprache erkundet

Im Bundeselternrat der Lebenshilfe arbeiten ehrenamtlich engagierte Mütter und Väter zusammen, die sich im Namen aller Eltern, deren Kindern eine geistige oder mehrfache Behinderung haben, für Inklusion und die gleichbereichtigte Teilhabe aller Mitglieder der Familie in der Gesellschaft einsetzen. Sie werden auf den Mitgliederversammlungen ihrer Landesverbände gewählt und als deren Elternvertreter(innen) in den Bundeselternrat delegiert.

Am vergangenen Donnerstag tagte der Elternbeirat in den Räumen der Lebenshilfe Heidelberg. Hierbei bot sich die Gelegenheit, den Interessenvertretern das Projekt Zukunft vorzustellen. Die von der Aktion Mensch geförderte Beratungsstelle der Lebenshilfe Heidelberg steht Eltern bei allen Fragen zur Seite, die ihre Alltags- und Zukunftsplanung als Familie mit einem Kind mit Behinderung betreffen. Und davon gibt es oft viele: Auf welche Gelder habe ich ein Anrecht? Nimmt ein Kindergarten mein Kind auf? Kann das Kind alleine wohnen, wenn es erwachsen ist? 

Neben dem ganzheitlichen Beratungsangebot setzt das Projekt Zukunft zudem auf ein Netzwerk an niederschwelligen Selbsthilfeangeboten, vom Eltern-Beratungs-Telefon über Informationsveranstaltungen bis hin zum regelmäßigen abendlichen Stammtisch. Denn gerade für Eltern und Angehörige ist es – ergänzend zur professionellen Unterstützung von außen – sehr wichtig, sich gegenseitig in ihrer besonderen Situation zu stärken und auszutauschen. Anne-Kathrin Krieger, Aufsichtsratsmitglied der Lebenshilfe Heidelberg, die sich selbst aktiv in die Selbsthilfeaktivitäten einbringt, brachte den Gästen vom Bundeselternrat ihre persönlichen Erfahrungen näher.

"Wir freuen uns sehr, dass wir die Gelegenheit hatten, den Mitgliedern des Bundeselternrats unsere Arbeit vorzustellen und mit ihnen unsere Erfahrungen zu teilen. Die weitere bundesweite Vernetzung ist für uns zudem eine tolle Gelegenheit, neue Impulse für unseren Einsatz für die Familien zu bekommen", erklärt Bettina Bauer-Teiwes, Leiterin der Offenen Hilfen der Lebenshilfe Heidelberg.

Zusätzlich zur Gremiumssitzung stand am vergangenen Donnerstag auch noch eine Stadtführung in Leichter Sprache auf dem Programm. Stadtführer Kai Ayubi zeigte den Gästen die Highlights der Heidelberger Altstadt. Die Idee hinter den Stadtführungen: Menschen mit Behinderung, die in den Heidelberger Werkstätten arbeiten, erklären auf leicht verständliche Weise, was es mit den Sehenswürdigkeiten Heidelbergs auf sich hat. Seit 2011 unterstützen und begleiten die Offenen Hilfen der Lebenshilfe sowohl die angehenden als auch die bereits erfahrenen Stadtführer mit gezielten Schulungen und Weiterbildungen.

 

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