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"Brückenbauer und Menschenfischer"

Manfred Henze für jahrzehntelanges Engagement für Menschen mit Behinderung geehrt

Mehr als 700.000 Euro hat die Stiftung Lebenshilfe Heidelberg seit 1994 für die Belange von Menschen mit Behinderung ausgeschüttet und das Vermögen der Stiftung konnte in den vergangenen 22 Jahren verdreifacht werden. Das alles wäre schwer denkbar gewesen ohne das Engagement von Manfred Henze, der nun mit 87 Jahren aus Altersgründen sein Ehrenamt im Kuratorium der Stiftung niederlegte. Vor seiner Tätigkeit für die Stiftung war Henze lange Jahre als Finanzvorstand für die Lebenshilfe Heidelberg aktiv. Im Rahmen einer Dankes- und Abschiedsfeier im Winzerhof in Rauenberg wurde Henze vergangene Woche von Weggefährten, Partnern und Freunden geehrt. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von dem bekannten Solisten Detlev Bork, der die Gäste mit virtuos vorgetragenem Gitarrenspiel in seinen Bann zog.

„Ich sage es ohne Übertreibung: Ohne Manfred Henze gäbe es die Stiftung nicht in der Form, in der sie heute dasteht“, brachte es Manfred Gaul, Notariatsdirektor a.D. und Sprecher des Kuratoriums der Stiftung, in seiner Laudatio auf den Punkt. Und auch Siegbert Moraw, Direktor der Sparkasse Heidelberg und Vorstandsvorsitzender der Stiftung, betonte, wie zentral das Engagement von Henze für das in den vergangenen Jahrzehnten Erreichte war. Er habe die Arbeit der Stiftung nicht nur auf stabile und verlässliche Schienen gebracht, sondern es vor allem als Brückenbauer und geborener Menschenfischer auch immer wieder geschafft, die unterschiedlichsten Personen für das Engagement für Menschen mit Behinderung zu begeistern.

Eines der Highlights in diesem Zusammenhang war es zweifellos, dass Henze den SAP-Mitgründer Dietmar Hopp sowie den Golf Club St. Leon Rot dafür gewinnen konnte, alle zwei Jahre ein Benefizgolfturnier zugunsten von Menschen mit Behinderung auszutragen.

Viele Angebote aus den Bereichen Bildung, Sport und Kultur und wichtige Investitionen in Gebäude und Infrastruktur wären ohne die Mittel aus der Stiftung nicht möglich gewesen, so Prof. Theo Klauß, Aufsichtsratsvorsitzender der Lebenshilfe Heidelberg. Dieser hatte als besondere Überraschung – neben einem farbenfrohen Bild des Künstlers Norbert Schreckenberger, der seit 1990 im Wohnverbund der Lebenshilfe Heidelberg lebt – auch eine weitere Auszeichnung dabei, von der Manfred Henze selbst noch nichts wusste: die Ehrennadel in Gold mit dazugehöriger Urkunde vom Landesverband Baden-Württemberg der Lebenshilfe, mit der auch von dieser Seite das beispielhafte Wirken des 87-Jährigen gewürdigt wurde.

Abgerundet wurde der Abend mit einer bunten Fotopräsentation von Rainer Fuchs, Vorstandsmitglied der Stiftung, in der die schönsten Momente aus über zwei Jahrzehnten Stiftungsarbeit noch einmal in Erinnerung gerufen wurden.

Und auch eine weitere zentrale Person wurde keinesfalls vergessen an dem feierlichen Abend: Manfred Henzes Sohn Ralf, der, ebenso wie Frau und Tochter, bei der Feier dabei war und dessen Behinderung es war, die Manfred Henze überhaupt erst auf die Idee brachte, sich übergreifender für Menschen mit Behinderung stark zu machen. Denn – egal ob regelmäßiges Golfturnier, alltägliche Stiftungsarbeit rund um Erbschaften und Nachlässe oder wichtige Veranstaltungen wie das letztjährige Symposium zu Teilhabe und Selbstbestimmung in der Heidelberger Stadthalle – im Mittelpunkt stehen immer die Menschen mit Behinderung und die Stiftung hat nur einen Zweck: diesen Menschen ein gutes Leben zu ermöglichen.

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