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"Wir fingen bei Null an"

Von außen war keine Hilfe zu erwarten. Dieses Gefühl hatten viele Eltern behinderter Kinder Ende der 1950er Jahre. Sie taten sich mit Fachleuten zusammen, gründeten einen Verein und machten sich an die Arbeit

Gegründet wurde die „Lebenshilfe für das geistig behinderte Kind e. V.“ 1958 von Eltern und Fachleuten in Marburg. Initiator war der niederländische Pädagoge Tom Mutters. Seit 1952 hatte er „displaced persons“ betreut, Kinder mit Behinderung, deren Eltern im Krieg verschleppt worden waren.

Tom Mutters war der Überzeugung, dass man für Menschen mit geistiger Behinderung mehr tun könne als viele damals dachten. Auch Eltern wollten zeigen, dass ihre Kinder gefördert und in ihrer Selbstständigkeit unterstützt werden konnten. Sie strebten nach einer Förderung ihrer Kinder ohne Heimaufenthalt. Die Kinder sollten zu Hause wohnen können, in der Nähe spielen und lernen und später auch arbeiten können. Ihre wichtigste Aufgabe sahen die Eltern in der Reform der Behinderten-Pädagogik sowie in der Schaffung von heilpädagogischen Kindergärten, Tageseinrichtungen und beschützenden Werkstätten.

Lebenshilfen in ganz Deutschland

Von Anfang an war es ein Ziel, die Lebenshilfe bundesweit auszurichten. Schnell entstanden in der ganzen Bundesrepublik Deutschland Orts- und Kreisvereinigungen. So auch in Heidelberg, wo eine Gruppe von Eltern, Ärzten und Psychologen am 11. April 1961 die Ortsvereinigung Heidelberg der Lebenshilfe gründete. Es war die 37. dieser Art.

Heute ist die Lebenshilfe Heidelberg eine von 523 Orts- und Kreisvereinigungen der Lebenshilfe in der Bundesrepublik Deutschland.